Wie gesundheitsgefährdend ist Glutamat?

Lebensmittel mit Glutamat?

Lebensmittel mit Glutamat?

Hinter dem Begriff Glutamat – wissenschaftlich: Mononatrium-Glutamat – verbirgt sich ein umstrittener Geschmacksverstärker. Diesem wird nachgesagt, dass er nicht nur das berüchtigte China-Restaurant-Syndrom auslöst, sondern nach Ansicht verschiedener Experten auch dazu beiträgt, Krankheiten wie Parkinson, Alzheimer, MS und ADHS zu begünstigen. Da stellt sich natürlich die Frage, ob ein einzelner Stoff überhaupt so viele Gefahren in sich bergen kann.

Es verhält sich nicht so, dass Glutamat ausschließlich für asiatische Gerichte verwendet wird. Auch heimische Lebensmittel wie Kartoffelchips, Gewürzmischungen sowie diverse Fertiggerichte werden mit Geschmacksverstärkern hergestellt. Auf manchen Produkten lassen sich inzwischen bereits Hinweise entdecken, dass sie ohne Glutamat fabriziert wurden. Dieser Geschmacksstoff wurde im Jahr 1908 von einem japanischen Chemiker entdeckt, und es gibt ihn inzwischen in fünf verschiedenen Geschmackrichtungen. Die menschliche Zunge empfindet Glutamat zunächst als angenehm herzhaft oder fleischig – die Japaner benutzen dafür den Ausdruck „umami“, was so viel heißt wie köstlich. Die Industrie verwendet Glutamat hauptsächlich, um damit andere teure Zutaten einzusparen. Der Hintergrund ist also einmal mehr ein ökonomischer. Die Hersteller müssen Glutamat aber in der Liste der Inhaltsstoffe aufführen oder als E 620 oder E 625 kennzeichnen.

Wächter der Volksgesundheit wie WHO und DGE haben in Glutamat bisher keinen Auslöser für Gesundheitsgefährdungen erkannt. Wissenschaftler in aller Welt sind hingegen gegensätzlicher Auffassung. Mit dem China-Restaurant-Syndrom beispielsweise werden Beschwerden wie Übelkeit und Kopfschmerz bezeichnet, die eine Folge von Überempfindlichkeit gegen Glutamat sein können. Bei Kindern kann der Geschmacksverstärker sogar Zustände von Angst und Verwirrung auslösen oder Fieber. Es gibt auch Kinderärzte, die beim Glutamat eine Mitverantwortung für die Fettleibigkeit bei Kindern sehen. Angeblich wirkt sich der Geschmacksverstärker als appetitanregend aus und steigert den kindlichen Heißhunger weit über das normale Maß hinaus.

Es könnte sich also lohnen, beim Einkauf genauer auf die Zutaten zu schauen oder sich gleich für frische Lebensmittel zu entscheiden. Denn eines kann als bewiesen gelten: Glutamat lähmt unseren Geschmackssinn und führt dazu, dass wir gute Nahrung nicht mehr von schlechtem Essen unterscheiden können.

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